• Home
  • INDEX

Joseph Joachim

~ biography and research

Joseph Joachim

Monthly Archives: August 2014

Image

Joseph Joachim: E. Bieber Hofphotograph, Berlin & Hamburg, ca. 1900

11 Monday Aug 2014

Screen Shot 2014-08-11 at 10.28.18 AM

© 2014 Please acknowledge the source: Joseph Joachim — Biography and Research: http://www.josephjoachim.com

Share this:

  • Share on X (Opens in new window) X
  • Share on Facebook (Opens in new window) Facebook
  • Email a link to a friend (Opens in new window) Email

Like this:

Like Loading...

Posted by Joachim | Filed under Iconography

≈ Leave a comment

Concert: Düsseldorf, May 17, 1853

10 Sunday Aug 2014

Posted by Joachim in Concert Reviews & Criticism

≈ Leave a comment

Süddeutsche Musik-Zeitung, Vol. 2, No. 24 (June 13, 1853), p. 95.

__________

jj-initials1

Die Perlen des Abends, aber auch Perlen des reinsten Wassers, waren die Vorträge von Frau Schumann und Herrn Joachim. Erstere spielte ein aus drei Sätzen bestehendes Concert ihres Gatten mit einer Meisterschaft, die einestheils die Komposition erhob und anderntheils das Publikum zu enthusiastischem Beifallssturm hinriss. Frau Schumann gehört jedenfalls zu den genialsten Künstlerinnen der Jetztzeit: der Lorbeer war verdient. Was der Vortrag des Beethoven’schen D-Dur-Concertes für Violine durch Herrn Joachim betrifft, so gestehen wir, dass wir bis jetzt nichts Vollendeteres gehört haben. Ein solches Werk mit solcher Meisterschaft, mit solchem tiefen Eingehen in den Geist der Komposition executirt, ist ein Genuss, der in unserer Zeit einer Oase in der Wüste gleicht. Wir wollen allen unseren deutschen Meistern der Geige ihre individuellen Verdienste gern zugestehen: aber wir haben von Keinem noch in solcher Weise wie von Joachim “Beethoven” gehört. Da ist die Klassizität vom ersten bis zum letzten Strich; nicht eine Klassizität, die mit der Form koquettirt, nein “die es im Geiste und in der Wahrheit ist”. Dass ein solches Spiel den Wunsch nach einem “Mehr” erregen würde, war vorauszusehen. Der Beifall der entzückten Zuhörer erreichte den höchsten Grad von Enthusiasmus, Herr Joachim musste dem stürmischen Dacapo nachgeben und trug noch Bach’s Ciaconne vor. Uns wäre eine Wiederholung des Adagios aus dem Concert lieber gewesen; Bachs Composition ist originell und interessant, die Ausführung war vollendet und überraschend — doch war es auf das Beethoven’sche Concert ein Douchebad. Wir wollen durchaus dem liebenswürdigen, anspruchslosen Künstler hiermit keinen Vorwurf machen, denn er wurde durch seine Freunde dazu veranlasst, gerade dies Stück zu spielen, wir wollen hiermit nur andeuten, dass ein “Künstler-Koncert” von solchen Künstlern künstlerischere Rücksichten erheischte. Doch dürfen wir es an diesem Abend nicht allzugenau nehmen: das ganze Programm war ja eine “olla Podrida.” Möchten in Zukunft die “Künstlerkoncerte” bei solchen Gelegenheiten ein gewählteres Programm aufzustellen wissen — sie dürften sich sonst nicht leicht von den allergewöhnlichsten Konzerten unterscheiden und am allerwenigsten den Anforderungen an ein Niederrheinisches Musikfest entsprechen. Joachim hat bewiesen, wie man der Virtuosität bei solcher Gelegenheit Rechnung trägt: die Wahl der Musikstücke ist wahrlich keine Nebensache.

Share this:

  • Share on X (Opens in new window) X
  • Share on Facebook (Opens in new window) Facebook
  • Email a link to a friend (Opens in new window) Email

Like this:

Like Loading...

Concert: Düsseldorf, May 17, 1853

07 Thursday Aug 2014

Posted by Joachim in Concert Reviews & Criticism

≈ Leave a comment

Rheinische Musik-Zeitung, Vol. 3, No. 154 (June 11, 1853), pp. 2128-2129.

__________

Then appeared J. Joachim, Court Music Director for the King of Hanover, himself a king in the realm of the violin. He played Beethoven’s violin concerto with such a brilliant conception, such nobility of tone and execution, such genuinely artistic — not conquering, but elimination of that which one otherwise calls difficulties, that no more beautiful rebirth of that enchanting composition, no more magnificent transfiguration of the Beethovenian spirit is possible in any manifestation of the musical art. However, let us not forget that the orchestra (under Hiller’s direction) also played a role in this transfiguration: we have never heard a more consummate performance of a concerto by a soloist and orchestra, and can only compare it with Liszt’s performance of the E-flat Major Concerto at the Beethoven Festival in Bonn. I haven’t the colors to characterize Joachim’s playing. I know only this: that art is not something that he has acquired from without, but rather something in which his innermost being, his entire individuality finds expression, has conjoined with, so that it can do no other than to shoot forth like an overflowing spring that does not itself know what propels it aloft. But in the man, in the artist, we know what it is that compels him: it is genius, the divine spark, whose origin and influence makes a mockery of all the theories of natural scientists, be they ever so advanced. I could, perhaps, remark on Joachim’s technique, but it occurs to me that that would be a desecration of the beautiful. I will say only one thing, which particularly stood out to me. In Joachim’s hands, and under his bowstroke, the violin has, as it were, but one string. Even the sharpest ear cannot perceive the crossover from one string to the other. I shall not speak of the inserted cadenzas: they are available in printed form (from Haslinger in Vienna). The big cadenza to the first movement is particularly excellent as a composition, and, performed by Joachim, an admirable achievement. We have almost never experienced a triumph such as this young, 23-year-old, outwardly so exceptionally modest and unassuming, artist won. If truth be told, the whole artists’ concert in effect came to an end with the last chord of the violin concerto. We have never before seen such excitement from an audience. And this unprecedented excitement, at which not only hands, but also hearts, beat louder, was produced by an artist through the performance of a Classical work in three movements, lasting more than a half an hour! What a lesson for artists, but also what a credit to the audience!

A few voices demanded yet another piece from Joachim and called for Bach’s Ciaconna. We found this demand very brash, and also very unseemly. Admittedly, the accommodating artist played the oddly difficult thing admirably; but the great impression of the concerto was thereby manifestly weakened. There, one had felt, trembled, rejoiced, dreamed, wept — here, one could only marvel.

JJ GüntherBerlin

Nun trat J. Joachim auf, Hofmusikdirector des Königs von Hannover, selbst König im Reiche der Violine. Er spielte das Violinconcert von Beethoven mit einer so genialen Auffassung, einem solchen Adel des Tons und des Vortrags, einer so ächt künstlerischen nicht Ueberwindung, sondern Beseitigung dessen, was man sonst Schwierigkeiten nennt, dass es keine schönere Wiedergeburt jener entzükkenden Composition, keine herrlichere Verklärung des Beethoven’schen Geistes in irgend einer Erscheinungsform der Tonkunst geben kann. Vergessen wir aber nicht, dass an dieser Verklärung auch das Orchester (unter Hiller’s Leitung) seinen rühmenswerthen Antheil hatte: wir haben nie eine vollkommnere Ausführung eines Concertes durch den Solospieler und das Orchester gehört, und können nur Liszt’s Vortrag des Es dur-Concerts beim Beethovenfest in Bonn daneben stellen. Joachim’s Spiel zu charakterisiren, dazu fehlen mir die Farben: nur das weiss ich, dass die Kunst ihm nicht ein äusserlich erworbenes Gut ist, sondern dass sein innerstes Wesen, seine ganze Individualität sich darin ausspricht, mit ihr verwachsen ist, nicht anders kann als zu Tage emporschiessen, wie ein überquellender Born, der selbst nicht weiss was ihn zwingend emportreibt; aber beim Menschen, beim Künstler wissen wir, was das ist, das ihn zwingt: es ist das Genie, der göttliche Funke, dessen Entstehen und Wirken aller noch so weit vorangeschrittenen Theorien der Naturforscher spottet. Ich könnte wohl Bemerkungen über Joachim’s Technik machen, aber es kömmt mir vor, als wäre das eine Entweihung des Schönen: nur das Eine will ich nicht verschweigen, was mir unter Vielem besonders aufgefallen ist. In Joachim’s Händen und unter seinem Bogenstrich hat die Violine gleichsam nur Eine Saite, es ist auch dem schärfsten Ohre nicht möglich, die Uebergänge von Einer Saite auf die andere zu bemerken. Von den eingelegten Cadenzen rede ich nicht, sie liegen gedruckt vor (b. Haslinger in Wien); namentlich ist die grosse zum ersten Satz als Composition vortrefflich und von Joachim ausgeführt eine bewundernswerthe Leistung. Einen Erfolg, wie dieser junge, 23jährige, in seinem Aeussern so höchst bescheidene und anspruchslose Künstler errang, haben wir fast noch nie erlebt: wir müssen die Wahrheit die Ehre geben, mit dem letzten Accord des Violinconcerts war eigentlich das ganze Künstlerconcert aus. Eine solche Aufregung haben wir noch nie in einem Publikum gesehen. Und diese beispiellose Erregung, bei der nicht nur die Hände, sondern auch die Herzen lauter klopften, brachte ein Künstler durch den Vortrag eines klassischen Werkes in drei Sätzen von mehr als einer halben Stundenlänge hervor! Welche Lehre für die Künstler, aber auch welche Ehre für das Publikum!

Einige Stimmen verlangten noch einen Vortrag von Joachim, und riefen nach Bach’s Ciaconna. Wir fanden das Verlangen erstens sehr dreist, und zweitens ganz ungehörig. Der gefällige Künstler trug das wunderlich schwierige Ding vor, allerdings vortrefflich: aber der grosse Eindruck des Concerts wurde offenbar dadurch geschwächt. Dort hatte man empfunden, gezittert, frohlockt, geträumt, geweint — hier konnte man nur staunen.

Share this:

  • Share on X (Opens in new window) X
  • Share on Facebook (Opens in new window) Facebook
  • Email a link to a friend (Opens in new window) Email

Like this:

Like Loading...

Photo collage © Mathias Brösicke — Dematon, Weimar

Archives

Categories

  • 1 Biographical Posts — RWE
  • 2 Articles and Essays — RWE
  • 3 Talks — RWE
  • Articles by Contributing Authors
  • Bibliography
  • Biographical Sketches
  • Books About Joseph Joachim
  • Brief Biography
  • Chronology
  • Concert Reviews & Criticism
  • Concerts
  • Contracts
  • Documents
  • Ephemera
  • Estate/Nachlass
  • Family
  • Iconography
  • Instruments
  • Joachim in Great Britain
  • Joachim Quartet
  • Letters
  • Links
  • Literature
  • Literature Review
  • Miscellaneous Articles
  • Obituaries
  • Pages
  • Queries
  • Recordings
  • Reminiscences & Encomia
  • Scores
  • Speeches and Utterances (Joachim)
  • Students
  • Uncategorized
  • Works
  • Writings (Joachim)

Pages

  • INDEX

Recent Comments

Joachim on Jakab Marastoni (Jacopo Antoni…
Joachim on Max Bruch: Gedenkworte für Jos…
Elena Breschkow on Max Bruch: Gedenkworte für Jos…
Bicskei Éva on Jakab Marastoni (Jacopo Antoni…
Bibliography | Josep… on Joachim’s Youth—Joachim…

Meta

  • Log in
  • Entries feed
  • Comments feed
  • WordPress.org

Email: Reshbach(at)unh.edu

Powered by WordPress.com.

 

Loading Comments...
 

    %d