Der Wanderer in Gebiete der Kunst und Wissenschaft, Industrie und Gewerbe, Theater und Geselligkeit, Vol. 30, No. 45 (Wednesday, 22 February, 1843), p. 179.

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Private Entertainment of Franz Glöggl.

The Day Before Yesterday in the Hall of the Musikverein

[…] Hereupon, the little Joachim played Ernst’s “Othello Fantasy.” I have never so regretted that the term Wunderkind is so used up, and moreover has a bad reputation, as now, for, in my haste, I can find no other suitable term for this little hero of the violin. I heard Joachim today for the first time, and I must confess that I often could not believe my eyes. This powerful stroke, this lively combination of colors [Colorit], this astonishing bravoura, and from a small boy, twenty Paris Zoll in height, that works these wonders — — what should one demand from finished virtuosi?

Pepi

Privat-Abendunterhaltung des Franz Glöggl.

Vorgestern im Musikvereinssaale.

[…] Hierauf spielte der kleine Joachim Ernst’s “Othello-Fantasie.” Nie habe ich es bedauert, daß der Name Wunderkind so abgenützt ist, und überdieß im schlechtem Geruche steht, als jetzt, den ich weiß in der Eile keine andere passende Bezeichnung für diesen kleinen Helden der Violine aufzufinden. Ich hörte Joachim heute zum ersten Male, und muß gestehen, daß ich oft meinen Augen nicht trauen zu dürfen glaubte. Dieser kräftige Streich, dieses lebensvolle Colorit, diese staunenswerthe Bravour, und ein Bürschlein, zwanzig Pariser Zoll lang, das diese Wunder übt — — was soll man von den fertigen Virtuosen fordern?

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